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  Impfung / Entwurmung
 
Für die Katze gibt es Impfstoffe gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche, Tollwut, Leukose und FIP.

Reine Stubenkatzen sollten mindestens gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche geimpft werden, weil sie sich diese Krankheiten auch in der Wohnung holen können. So wird Katzenschnupfen durch Tröpfcheninfektion übertragen. Das Aerosol wird mit der Luft transportiert. Katzenseuche wird häufig vom Besitzer mit den Schuhen verschleppt, weil Parvoviren 2 Jahre infektiös bleiben (dann sieht der Besitzer gar nicht mehr, dass er gerade über eine ehemals von einem infizierten Kothaufen benetzte Fläche des Gehweges oder der Wiese gelaufen ist).

Freilaufende Katzen sollten auch gegen Tollwut (bei Reisen vorgeschrieben) und Leukose geimpft werden. Während Tollwut vor allem durch Mäuse und Fledermäuse, die von Katzen gejagt und ggfs. durch Biss getötet werden, und Füchse übertragen wird, wird die Leukose durch den Kontakt zwischen Katzen übertragen (Anspucken, Ablecken, Biss). Auch das Fressen von einem gemeinsamen Futterteller oder das Schnuppern an einer Urinmarke reichen aus.

Die FIP (feline infektiöse Peritonitis, Infektion mit Corona-Viren) wird ebenfalls wie die Leukose über Speichel, Tränen-Nasen-Sekret und Urin übertragen). Allerdings erkranken Katzen nicht sofort. Die Erreger müssen zunächst noch die Darmwand überwinden. Dies scheint in vielen Fällen Jahre zu dauern. Deshalb sind deutlich mehr als 50% aller Katzen mit dem Darmvirus bereits infiziert. Nur ein kleiner Teil davon erkrankt später. Die intranasale Impfung verhindert das eindringen des Erregers in die Katze. Da sie nur noch dem noch nicht infizierten Teil der Katzen hilft, sollte sie besonderen Risikobeständen vorbehalten werden, z.B. Katzen, die mit vermutlich bereits infizierten zusammengebracht werden oder wenn in der Familie bereits Ausbrüche stattgefunden haben und nun eine weitere Katze hinzukommt.

Das Jungtier wird mit 6-8 Wochen erstmals (Schnupfen, Seuche), mit 12-14 Wochen zum zweiten Mal geimpft (Schnupfen, Seuche, Tollwut). Dabei kann auch erstmals Leukose und FIP geimpft werden. Wiederholung nach 4 Wochen. 2 Wochen nach der letzten Impfung besteht belastbarer Impfschutz. Bei besonderem Infektionsdruck können andere Impfpläne sinnvoll sein.

Die Wiederholungsimpfung erfolgt jährlich, Katzenseuche alle 2 Jahre.

Wurde die Impfung bei mehrfach geimpften versäumt, kann sie innerhalb von 6-8 Monaten ohne große Nachteile nachgeholt werden. Ist das Tier erst 3mal geimpft worden, bis zu 2 Jahre alt oder liegt die letzte Impfung länger als 8 Monate zurück, sollte erneut grundimmunisiert werden.

Würmer:
Bei Haustieren kommen überwiegend zwei Gruppen von Würmern vor: Rund- und Bandwürmer. Sie werden von Tier zu Tier übertragen, gehen durch Aufschnüffeln von Wurmlarven aus Kot (Spulwürmer) anderer Tiere auf Ihr Haustier über oder bohren sich durch die Haut, wenn es über Erde läuft (Hakenwürmer). Bei Spulwürmern geschieht die Übertragung auch durch die Muttermilch. Viele Würmer werden von Zwischenwirten (Flöhe, Mäuse, Fischfleisch) auf das Haustier übertragen.

Wir müssen daher akzeptieren, dass Wurmbefall beim Haustier im Gegensatz zum Menschen eher die Regel ist. Deshalb müssen auch in einer Stadt wie Aachen bis zu 60% des Tierbestandes als infiziert gelten. Die meisten Tiere beherbergen jedoch nur einzelne Würmer, sodass ihnen in der Regel kein Schaden entsteht. Damit dies so bleibt, muss regelmäßig entwurmt werden.
 
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